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GESELLSCHAFT FÜR GEBÄUDEDIAGNOSTIK, UMWELTANALYTIK UND UMWELTKOMMUNIKATION

Schadstoffe in Innenräumen

Als Innenraumschadstoffe gelten mikrobiologische und chemische Schadstoffe. Chemische Schadtstoffe werden in anorganische, wie z.B. Asbest, Radon und Schwermetalle sowie organische, zu denen eine Vielzahl gesundheitsschädlicher Verbindungen gehören, unterteilt.

Anorganische Innenraumschadstoffe

Hierunter fallen in Innenräumen im Wesentlichen Schwermetalle, Radon, Asbestanwendungen, künstliche Mineralfasern und anorganische Partikel und Stäube. 

Organische Innenraumschadstoffe

Dazu gehören u.a. Kohlenwasserstoffe (PAK), flüchtige organische Substanzen (VOC), Biozide (z.B. Insektizide, Fungizide wie PCP, Lindan, DDT und viele andere), Desinfektionsmittel, Mineralölkohlenwasserstoffe, Weichmacher, polychlorierte Dibenzodioxine und -Furane (PCDD/PCDF), polychlorierte Biphenyle (PCB), etc. 

Aktuelle Beispiele sind:

wärmeübertragende wässrige Medien (Ethylenglykol, Propylenglykol)

In Zeiten des Klimawandels gewinnen wärmeübertragende wässrige Medien in Leitungen als Wärmeübertragungsmittel zunehmende Bedeutung. So werden sie als Sole für Erdwärmepumpen, als Solarflüssigkeit in der Solarthermie und als Kühlflüssigkeit in Klimaanlagen eingesetzt. In allen Fällen ist ein Frostschutz der wässrigen Medien notwendig, um die Anlagen bei niedrigen Temperaturen nicht zu beschädigen. Als geläufige Medien haben sich hierbei Ethylenglykol (EG) und Propylenglykol (PG) aufgrund ihrer guten Mischbarkeit mit Wasser etabliert.

Bei Schäden an den Leitungssystemen treten die wärmeübertragenden Flüssigkeiten aus und führen zu einer Durchfeuchtung der Bausubstanz. Anders als bei reinen Leitungswasserschäden ist jedoch neben der Feuchte- und Schimmelproblematik (wenn der Schaden nicht ausreichend schnell getrocknet wird) die Kontamination von Baumaterial und Raumluft mit diesen ein relevantes Problem. Glykole haben ein stark hygroskopisches Verhalten und haben die Fähigkeit, der Luft Feuchtigkeit zu entziehen. Dadurch ist die Flüchtigkeit glykolhaltiger Lösungen deutlich geringer als von reinem Wasser, weshalb eine Trocknung des Schadens mit den bei reinen Wasserschäden üblichen Trocknungsverfahren kaum (wirtschaftlich) möglich ist. 

Trotz dieser verhältnismäßig geringen Flüchtigkeit treten in der Raumluft erhebliche Belastungen auf, die für Ethylenglykol deutlich oberhalb des Arbeitsplatzgrenzwertes (ein Innenraumrichtwert liegt bisher nicht vor) und für Propylenglykol deutlich oberhalb des Eingreifwertes (Richtwert II) liegen können. 

Tätigkeitsfelder

  • Gesundheitliche Beschwerden
  • Geruchsbelästigungen
  • Sanierungsplanung, Sanierungsbegleitung
  • Erstellen eines Leistungsverzeichnisses
  • Begutachtung und Beratung
  • Raumluftuntersuchungen
  • Materialprobeuntersuchungen
  • Kontrolluntersuchungen zur Beurteilung und Freigabe von Sanierungen 
  • Hilfestellungen bei Umbaumaßnahmen

Normen und Richtlinien

Gesetze und Regelwerke: 

Normen:

DIN ISO 16000-3
2013-01
Innenraumluftverunreinigungen - Teil 3: Messen von Formaldehyd und anderen Carbonylverbindungen in der Innenraumluft und in Prüfkammern - Probenahme mit einer Pumpe

DIN ISO 16000-6

2022-03

Innenraumluftverunreinigungen - Teil 6: Bestimmung organischer Verbindungen (VVOC, VOC, SVOC) in Innenraum- und Prüfkammerluft durch aktive Probenahme auf Adsorptionsröhrchen, thermischer Desorption und Gaschromatographie mit MS oder MS-FID
DIN EN ISO 16017-1
2001-10
Innenraumluft, Außenluft und Luft am Arbeitsplatz - Probenahme und Analyse flüchtiger organischer Verbindungen durch Sorptionsröhrchen/thermische Desorption/Kapillar-Gaschromatographie - Teil 1: Probenahme mit einer Pumpe
VDI 2100 Blatt 2
2010-11
Messen gasförmiger Verbindungen in der Außenluft - Messen von Innenraumluftverunreinigungen - Gaschromatografische Bestimmung organischer Verbindungen - Aktive Probenahme durch Anreicherung auf Aktivkohle - Lösemittelextraktion
VDI 2100 Blatt 3
2011-10

Messen gasförmiger Verbindungen in der Außenluft - Messen 

von Innenraumluftverunreinigungen - Gaschromatographische Bestimmung organischer Verbindungen - Aktive Probenahme durch Anreicherung auf Adsorbenzien - Thermodesorption

VDI 2464 Blatt 1
2009-09
Messen von Immissionen - Messen von Innenraumluft - Messen von polychlorierten Biphenylen (PCB) - GC/MS-Verfahren für PCB 28, 52, 101,138, 153, 180

VDI 4301 Blatt 2

2022-03

Messen von Innenraumluftverunreinigungen Messen von Pentachlorphenol (PCP) und γ-Hexachlorcyclohexan (γ-HCH) GC/MS- und GC/ECD-Verfahren

VDI 4301 Blatt 4

2016-05

Messen von Innenraumluftverunreinigungen - Messen von Pyrethroiden und Piperonylbutoxid in Luft 

VDI 4301 Blatt 5 

2009-04

Messen von Innenraumluftverunreinigungen - Messen von Flammschutzmitteln und Weichmachern auf Basis phosphororganischer Verbindungen - Phosphorsäureester


AA01-02 PRO-SVOC-RL

2023-09

Probenahme von PAH und anderen mittel und schwerflüchtigen organischen Substanzen in der Raumluft in der Innenraumluft
VDI 3492
2013-06
Messen von Innenraumluftverunreinigungen - Messen von Immissionen - Messen anorganischer faserförmiger Partikeln - Rasterelektronenmikroskopisches Verfahren

VDI 3866 Blatt 1

2021-12

Bestimmung von Asbest in technischen Produkten - Entnahme und Aufbereitung der Probe

VDI 3877 Blatt 1

2011-09

Messen von Innenraumverunreinigungen - Messen von auf Oberflächen abgelagerten Faserstäuben - Probennahme und Analyse (REM/EDXA

VDI 4300 Blatt 9

2005-08

Messen von Innenraumluftverunreinigungen - Messstrategie für Kohlendioxid (CO2)

DIN EN ISO 11665-1; 

VDE 0493-1-6651

2020-02

Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt - Luft: Radon-222 – 

Teil 1: Radon und seine kurzlebigen Folgeprodukte: Quellen und Messverfahren

DIN EN ISO 11665-5; 

VDE 0493-1-6655

2015-11

Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt - Luft: Radon-222 -

Teil 5: Kontinuierliches Messverfahren für die Aktivitätskonzentration

DIN ISO 11665-8; 

VDE 0493-1-6658

2013-08

Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt - Luft: Radon-222 – 

Teil 8: Methodik zur Erstbewertung sowie für zusätzliche Untersuchungen in Gebäuden