Direkt anzeigende Messgeräte für Schadstoffe in Gebäuden
Warum direkt anzeigende Messgeräte?
Direkt anzeigende Messgeräte ermöglichen eine schnelle Vor-Ort-Bewertung von Gefahrstoffen und Umweltparametern in Gebäuden. Im Gegensatz zu rein laborbasierten Verfahren liefern sie unmittelbar verfügbare Messergebnisse und erlauben eine erste, meist orientierende Einschätzung der Belastungssituation.
Sie eignen sich insbesondere für Fragestellungen, bei denen zeitnah eine erste Einordnung erforderlich ist, beispielsweise bei Havarien, Verdachtsfällen, im Rahmen von Voruntersuchungen oder zur Vorbereitung von Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen.
Direktmessungen dienen in der Regel als methodische Entscheidungsgrundlage. Für abschließende Bewertungen oder komplexe Fragestellungen ist häufig eine ergänzende Laboranalytik erforderlich.
Vorteile direktanzeigender Messgeräte
- Sofortige Ergebnisse ohne zeitliche Verzögerung
- Vor-Ort-Einschätzung ohne Wartezeit auf Laboranalysen
- Geeignet für orientierende Untersuchungen
- Unterstützung bei Sanierungsplanung und Arbeitsschutz
- Entscheidungsgrundlage für weiterführende Untersuchungen
Anwendungsbereiche bei der anbus analytik GmbH
Je nach Fragestellung setzen wir unter anderem direktanzeigende Messverfahren ein, unter anderem:
Radon
Messung der Radonkonzentration in der Raumluft [Bq/m³]
→ weitere Informationen zur Radonmessung in Gebäuden
Mikrobiologische Belastungen (Schimmel)
Orientierende Untersuchungen mittels:
- ATP-Test
- Mykometer-Test
→ Übersicht: Schimmel in Innenräumen – Ursachen, Risiken und Analysen
Feuchte und Bauphysik
- Messung von Feuchtigkeit und Temperatur bei Feuchteschäden
→ siehe auch Bauphysikalische Untersuchungen von Feuchteschäden - Auffinden von Leckagen
- Quellensuche bei Geruchsbelastungen
→ Übersicht: Gerüche in Innenräumen – Ursachen und Bewertung - Prüfung der Luftdichtheit
→ Luftdichtheit der Gebäudehülle untersuchen
Partikel und Stäube
- A-Staub, E-Staub
- Partikelanzahl und Größenverteilung
Gase und Dämpfe
- Messung ausgewählter Gase (z. B. CO, NH₃, CO₂)
- Gasförmiges Quecksilber
- Orientierende Untersuchung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) mittels Photoionisationsdetektor (PID)
Schwermetalle
- Einsatz von Röntgenfluoreszenzanalysatoren (RFA) zur Messung von Schwermetallen auf Oberflächen und in Stäuben
Weitere Umweltparameter
- Untersuchung von Luftwechsel
→ Bestimmung des Luftwechsel mithilfe von Tracergas - Untersuchung von Lärm
Ergänzende Verfahren: Schimmelsuchhunde
Zur Lokalisierung verdeckter mikrobiologischer Belastungen setzen wir ergänzend Schimmelsuchhunde ein. Diese Methode eignet sich insbesondere zur Ortung von Schimmelquellen in Bauteilen und Hohlräumen, die mit klassischen Messstrategien nur eingeschränkt zugänglich sind.
Wir arbeiten mit Schimmelsuchhunden, die nach den Qualitätsstandards des
Bundesverbandes Qualitätssicherung Schimmelspürhunde und andere Umweltsuchhunde e.V. (BQS) ausgebildet und zertifiziert sind.
→ Bundesverband Qualitätssicherung Schimmelspürhunde und andere Umweltsuchhunde e.V. (BQS)
Nach DIN EN ISO/IEC 17025
durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) akkreditiertes Prüfinstitut für:
- Luftverunreinigende chemische, faserförmige und mikrobiologische Stoffe
- Schadstoffe in Gebäuden
- Gerüche in Innenräumen
- Emissionen von Baumaterialien
- Bauphysik und Raumklima
gemäß § 7 Abs. 10 Gefahrstoffverordnung akkreditierte Messstelle
Aktuelles
Stellungnahme der Kommission Innenraumlufthygiene zur energetischen Sanierung der Gebäudehülle - Gefahr der Überdeckung von gefahrstoffhaltigen Bauteilen,
Umweltbundesamt, 2025, Autoren Dipl. Chem. Martin Wesselmann, Gebäudediagnostik Wesselmann, Hamburg; Dipl. Chem. Jörg Thumulla, Anbus analytik GmbH, Fürth; Dipl. Biol. Nicole Richardson
Sachverständigenbüro Richardson, Witten
Aktualisierung zu Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (2017) – Kapitel 6.1 Nutzungsklassen: Erweiterung um die Definition eines “Innenraums” und Streichung der Nutzungsklasse IV.
Umnutzung von Gewerbegebäuden in Wohnraum: Begleitende Untersuchungen von Gebäudediagnostikern empfohlen
Richtwerte für Methylmetacrylat in der Innenraumluft
Mitteilung des Ausschusses für Innenraumrichtwerte, Bundesgesundheitsbl 64: 126-135 (2020)



